Die Ruperti-Kapelle in Obergralla
Seit 1901 besitzt Obergralla eine Kapelle, die dem hl. Rupert geweiht ist. Wer den Bau veranlasst hat und aus welchem Grund sie gebaut wurde, darüber schweigt die Chronik. Wohl aber wird uns berichtet, welche Firmen sich am Bau beteiligt haben und wer für die Ausstattung sorgte. Die Zimmereiarbeiten führte die Firma Lienhart mit Anton Felgitsch und Johann Lienhart durch. Die Maurerarbeiten bezahlten Besitzer aus Gralla.
Im Jahre 1902 spendete die Familie Fuchshofer eine Marienstatue. Auf einer Tafel unterhalb der Statue steht zu lesen: „Gewidmet von der Familie Fuchshofer aus Wien, 21. September 1902". Im selben Jahr spendete Theresia Neubauer die vorderen zwei Glasfenster, hergestellt von der Firma A. Lindner und F. Koller aus Graz. Die erste Glocke der Dorfkapelle war ein Geschenk des Viehhändlers Labugger, die vermutlich 1906 gekauft wurde. Sie wurde 1942 für Kriegszwecke eingezogen. Im Jahre 1943 kauften die Frauen Dietrich, Holzer und Strauß eine kleine Glocke von der sogenannten „Sommerkapelle" und ließen sie nach Obergralla bringen. Sie blieb allerdings nicht lange hier, denn sie wurde zurückgeholt und letztlich der Kapelle Altgralla zur Verfügung gestellt. Die jetzige Glocke stammt aus dem Jahre 1957.
Im Jahre 1993 wurde die Kapelle im Rahmen der Dorferneuerung saniert.
Die Kapelle gehört zu den Messkapellen der Pfarre Leibnitz. Wurde bis zum Jahre 1990 hier an jeden Sonntag eine hl. Messe gefeiert, so gibt es diese jetzt nur mehr zu bestimmten Anlässen wie zu Weihnachten, zu Ostern und zum Rupertitag.
Quelle: Chronik der Gemeinde Gralla.
Ein Wegkreuz kurz vor der Kapelle...
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